Sorgerechtsreform 2013: Ledige Väter bekommen per Gesetz erleichterten Zugang zum Sorgerecht

Durch die Sorgerechtsreform 2013 bekommen ledige Väter nun per Gesetz leichteren Zugang zum Sorgerecht. Nach der Neuregelung des § 1626a BGB durch die Reform der elterlichen Sorge (BGBl I, 795; in Kraft seit dem 19.05.2013) ist die Begründung der gemeinsamen elterlichen Sorge auch ohne die Zustimmung der Mutter durch das Familiengericht möglich.

Auf Antrag des Vaters überträgt das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil derselben beiden Eltern gemeinsam, wenn und soweit es dem Kindeswohl nicht widerspricht (negative Kindeswohlprüfung).

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Sorge- und Umgangsregelungsverfahren aus Anlass von Trennung und Scheidung

Sorge- und Umgangsregelungsververfahren aus Anlass von Trennung und Scheidung werden durch einen Antrag bei Gericht eingeleitet. Bei Kindschaftsachen, die im Scheidungsverbund geführt werden, muss das Verfahren mit einem Anwalt geführt werden.

Als Beteiligte sind vom Gericht diejenigen hinzuzuziehen, deren Recht durch das Verfahren unmittelbar betroffen wird. Im Antragsverfahren ist der Antragsteller, der eine Regelung wünscht Beteiligter. Ein betroffenes Kind ist ein "Muss-Beteiligter". Es wird auch im Falle eines erheblichen Interessengegensatzes von seinen Eltern vertreten. Eine wirksame Interessenvertretung soll für das Kind durch den sog. Verfahrensbeistand gem. § 158 FamFG erreicht werden. Ladungen und Entscheidungen werden den vertretungsberechtigten Elternteilen und dem Verfahrenbeistand zugestellt. Entscheidungen, die ein über 14-jähriges Kind betreffen, werden auch auch dem Kind selbst zugestellt.

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